Lehár wurde 1870 geboren. Der Vater stammte aus Mähren, die Mutter war magyarisierte Deutsche. Lehár studierte in Prag u. a. bei Antonin Dvorak, wurde zunächst Orchestermusiker, dann Militärkapellmeister in Fiume, Budapest und Wien sowie schließlich Dirigent am Theater an der Wien.

Als Operettenkomponist wurde er mit dem fünften Werk dieser Gattung weltberühmt - der "Lustigen Witwe", die 1905 sogleich ein durchschlagender internationaler Erfolg wurde.

Nach der Wiener Uraufführung ging sie um die Welt - in den USA fanden allein etwa 5000 Aufführungen im ersten Jahr statt.

1907 war er gleichzeitig mit fünf verschiedene Produktionen in fünf verschiedenen Sprachen beschäftigt.

Ähnlich erfolgreich wie die "Lustige Witwe" waren "Der Graf von Luxemburg", "Paganini" und "Der Zarewitsch". "Das Land des Lächelns" war einer der größten Erfolge des berühmten Tenors Richard Tauber und "Giuditta" wurde sogar in der Wiener Staatsoper aufgeführt, mit Jarmila Novotna in der Titelrolle.

Ungeachtet des von ihm gewählten Genres neigte er zu melancholischen, als spezifisch slavisch charakterisierten Melodien, die er jedoch mit einer farbenreichen Instrumentierung versah.

Insgesamt schrieb Lehár mehr als 20 Operetten.

Er starb 1948 in einer Villa in Bad Ischl, wo heute ein Franz-Lehár-Museum eingerichtet ist.

Der
Komponist