Die Lustige Witwe

Uraufführung

Wien
Theater an der Wien

Premiere Möriken

Möriken
Gemeindesaal Möriken
Ort und Zeit der Handlung
Pontevedro, ein imaginärer Staat, um 1920

Vorgeschichte

Graf Danilo war es aus familiären hierarchischen Gründen nicht erlaubt, Hanna, ein Mädel vom Land, zu heiraten. Während er nach diesem Heiratsverbot seine Sorgen bei den Grisetten zu vergessen sucht, gelingt es Hanna, den reichen Bankier Glawari zu ehelichen, der ihr nach unglücklichen Ehejahren 20 Millionen hinterlässt.

1. Akt

spielt im Salon des pontevedrinischen Staatsgebäudes

Am Nationalfeiertag Pontevedros wird im Regierungsgebäude ein rauschendes Fest zu Ehren des Vaterlandes gegeben. Hanna und Danilo treffen nach vielen Jahren wieder aufeinander. Hier setzt die Handlung der Operette ein. Hanna ist jetzt eine reiche Witwe, und jeder Mann will sie unbedingt heiraten – aber nicht wegen ihrer Schönheit, die vor allem Erinnerung ist, sondern allein wegen ihres Geldes.

2. Akt

spielt einen Tag später im Garten von Hanna Glawari

Danilos Liebe zu Hanna entflammt erneut, er traut sich aber nicht, ihr dies zu gestehen – aus Stolz. Doch die Lage wird noch komplizierter. Denn Hanna erklärt ihre Verlobung mit Camille de Rosillon, um Valencienne zu schützen, die zwar behauptet „eine anständige Frau“ zu sein, aber mit Camille flirtet und fast von ihrem Mann ertappt wird.

3. Akt

spielt am selben Abend im Maxim

Erst als dieser Vorfall geklärt ist, können sich Hanna und Danilo in die Arme fallen.

 

Die Operette besticht durch ihre Salon- und Tanzszenen, durch die für die Zeit der Entstehung völlig neue und erotisierende Instrumentierung sowie durch ein neues Sujet: Eine selbstbewusste und starke Frau setzt sich in der Männerwelt durch. Bei der Handlung hält Hanna das Heft in der Hand. Erotische und politische Anspielungen der Zeit machen die Operette übernational interessant.